Veröffentlicht von Juliane Kaelberlah am Mo., 4. Jul. 2016 11:44 Uhr

Zwei vollgepackte Wochen Berlin liegen hinter Ambrose Mwakikoti und seinen KollegInnen, wenn er heute ins Flugzeug steigt: Der Superintendent unseres Partner-Kirchenkreises Iringa-West in Tansania war mit Pfarrerin Regina Kibassa, Schatzmeisterin Irene Mkemwa und dem Generalsekretär der Diözese Naiman Chavalla im Kirchenkreis zu Gast. Unter anderem besuchten sie Gemeinden und Kirchen, schauten im Unterricht der Evangelischen Grundschule Wilmersdorf auf dem Campus Daniel vorbei und machten auch einen Vormittag Halt in der Superintendentur.

Im Gespräch mit Superintendent Carsten Bolz erfuhren die Gäste nicht nur mehr über den Kirchenkreis, sondern auch über die Herausforderungen der Evangelischen Kirche in Deutschland: Dass Christinnen und Christen mittlerweile nicht nur in Berlin eine Minderheit sind, ist eine Situation, die Ambrose Mwakikoti kaum kennt. Im Gegenteil: „In Iringa-West haben wir immer mehr Mitglieder und wachsen sehr schnell“, sagt der Superintendent. Die Herausforderung sei daher vor allem, Gemeindesäle und –einrichtungen bereitzustellen. Auch mobile Pfarrer sind im Einsatz, die vor allem nomadisch lebenden Familien ab und an auch hinterherreisen können, um mit ihnen Gottesdienst zu feiern. Besonders interessiert war die Delegation auch an der Arbeit mit Geflüchteten im Kirchenkreis, in die Susanne Pumpe als Koordinatorin für Flüchtlingsarbeit einen Einblick gab.

Als einer der Höhepunkte wird Ambrose Mwakikoti, Regina Kibassa, Irene Mkemwa und Naiman Chavalla das erste Sommerfest des Kirchenkreises Charlottenburg-Wilmersdorf im Gedächtnis bleiben: Mit einem eigenen Stand zur Tansania-Partnerschaft und dem Huruma Centre für Waisenkinder waren sie auf dem Gierkeplatz präsent.

Als Erinnerung an den Besuch und Dank für die seit 1979 bestehende Partnerschaft überreichten sie Superintendent Bolz an diesem Tag eine kleine Holzfigur: Vor den Flaggen Deutschlands und Tansanias reichen sich zwei Menschen die Hände. Sie schmückt jetzt die Superintendentur – und macht Vorfreude auf das Wiedersehen.

J. Kaelberlah/Foto: Kristina Westerhoff

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