Veröffentlicht am Fr., 10. Jan. 2020 14:45 Uhr

Am 18. Dezember wurde der Integrationspreis 2019 des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf verliehen. In der Kategorie „Einzelperson“ wurde Saada Diab-Heier ausgezeichnet. 2018 begann Sie mit dem Projekt „Alphabet Sprachschule“ in Charlottenburg. Ziel ihres Projekts ist es, Kindern die arabische Sprache Ihrer Eltern unabhängig von religiöser oder nationaler Zugehörigkeit zu vermitteln. Frau Diab-Heier betonte in ihrer Dankesrede, dass starke Wurzeln eine wichtige Voraussetzung für Kinder seien, sich zu entfalten und viele Heimaten in sich tragen zu können.

In der Kategorie „Verbände und Institutionen“ wurde das Team der Fahrradwerkstatt H16 mit dem Integrationspreis ausgezeichnet. Die Fahrradwerkstatt in der Flüchtlingsunterkunft Heerstraße 16 repariert seit 2017 jeden Mittwochnachmittag Fahrräder von und für Bewohner*innen. Die aktive Einbindung von Geflüchteten bei der Reparatur der Fahrräder ermöglicht es, wertvolles Wissen zu teilen und weiterzugeben. Das bürgerliche Engagement der Fahrradwerkstatt in der Unterkunft Heerstraße 16 leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Ankommen in Deutschland.

Zu den Nominierten zählte auch Tedros Ambesagr (2.v.l.), der aus Eritrea geflüchtet ist und seit einiger Zeit in der Kirchengemeinde Am Lietzensee wohnt: Engagiert arbeitete er unter anderem in der Suppenküche der Kirchengemeinde mit.

In der Kategorie "Gruppe" war die "Ulme 35" als einer der drei Finalisten nominiert. Der Verein in der alten Villa im Westend wurde auch mit der Unterstützung des Kirchenkreises ins Leben gerufen. Mit seinem umfangreichen Angebot von Konzerten über gemeinsames Kochen bis zum Sprachkurs zieht er sowohl neue als auch alteingesessene Nachbarn an.

Alle sechs nominierten Finalist*innen wurden auf der Veranstaltung mit einer Laudatio gewürdigt. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig das Engagement für die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte ist.

T/F: Bezirskamt Charlottenburg-Wilmersdorf

Kategorien KK-Flüchtlingsarbeit