Veröffentlicht am Fr., 30. Apr. 2021 12:48 Uhr

Die Hochmeisterkirche baut an: Am gestrigen Freitag wurde der Grundstein für einen Glaspavillon neben der Kirche gelegt. Er erweitert die 1910 gebaute, denkmalgeschützte Kirche um einen Raum mit großen Fenstern im Erdgeschoss sowie ein Untergeschoss mit Küche, einem Lagerraum und Toiletten. Über eine Rampe werden dann sowohl der Pavillon als auch die Kirche barrierefrei zugänglich sein.

Eine ungewöhnliche Finanzierung ermöglicht das Projekt

Finanziert wird das Projekt durch den „Erbbauzins“, den der jüdische Verein „Masorti“ entrichtet. Er betreibt eine jüdische Grundschule in Gemeindehaus und Kirche der ehemaligen Jona-Gemeinde an der Roscherstraße 6.

Als die Hochmeister- und die Jona-Gemeinde 2016 zur Evangelischen Kirchengemeinde Halensee fusionierten, entschied sich der Gemeindekirchenrat (GKR) dagegen, das Grundstück in der Nähe des Lehniner Platzes einem privaten Investor zu verkaufen. Stattdessen wollte die Kirchengemeinde im Rahmen des Erbbaurechts Eigentümerin des Grundstücks bleiben, während eine gemeinnützige Organisation die Gebäude in Besitz nimmt. Den dafür fälligen Erbbauzins nutzt die Halenseegemeinde für die Finanzierung eigener Aufgaben und Projekte.  

Ein Schaufenster in die Gemeinde

Die Hochmeisterkirche ist im Kiez unter anderem für ihre Konzerte und das jährliche Kulturfestival „Rhapsody in Hochmeister“ bekannt. Nach der Fertigstellung des Pavillons, das als Schaufenster in die Gemeinde dienen soll, können dort kleinere Gemeindegruppen zusammenkommen. Auch der Kindergottesdienst parallel zum Erwachsengottesdienst am Sonntagmorgen hat dann einen eigenen Ort.

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