Seit dem 1. Januar 2014 bildet die evangelische Kirche in Charlottenburg und Wilmersdorf eine neue Einheit. Der neue Kirchenkreis ist weitgehend identisch mit dem Stadtbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Er ist der zentrale Kirchenkreis der City West. Mit rund 70 000 evangelischen Christen in 18 Gemeinden gehört er zu den größten Berlins.

Der Evangelische Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf umfasst die westliche Berliner Innenstadt um den Kurfürstendamm mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und der Auenkirche an der Uhlandstraße. Genauso gehören soziale Brennpunktgebiete in Charlottenburg und Wilmersdorf dazu. Im Norden reicht er bis nach Westend und zum Ökumenischen Gedenkzentrum Plötzensee am Heckerdamm, im Süden bis zu den Wohnquartieren am Rüdesheimer Platz. Im Osten grenzt der neue Kirchenkreis an den Schöneberger Kiez, im westlichen Teil liegt der Grunewald.

Bildung, Diakonie und Ökumene

Im Kirchenkreis befinden sich zwei evangelische Grundschulen, das Bildungszentrum am Evangelischen Campus Daniel und 21 evangelische Kindertagesstätten. Schwerpunkte sind die Arbeit in der Diakonie und der Ökumene, sowie die Gedenkarbeit, die in der Evangelischen Jugend und dem Ökumenischen Gedenkzentrum Plötzensee geleistet wird.

Das Superintendentenamt nahmen der bisherige Charlottenburger Superintendent Carsten Bolz und der bisherige Wilmersdorfer Superintendent Harald Grün-Rath bis Ende Juni 2015 gemeinsam wahr. Carsten Bolz bleibt bis zum Ende seiner Berufungszeit 2017 Superintendent. Die Übergangsregelungen werden durch eine sogenannte Strukturanpassungs- und Erprobungsverordnung ermöglicht. Sie tritt spätestens am 31. Oktober 2018 außer Kraft.